Martín y Soler, Atanasio Martín Ignacio Vincente Tadeo Francisco Pellegrin

* 2.5.1754 Valencia/E, † 30.1./10.2.1806 St. Petersburg/RUS

Komponist

Nach einer ersten musikalischen Ausbildung als Chorknabe an der Hauptkirche seiner Heimatstadt ist M. ab ca. 1775 in Madrid nachzuweisen. In der Folge arbeitete M. für die Höfe von Neapel (ab 1777), des Prinzen von Asturien (1780 in dessen Diensten), Parma/I und Turin/I. Mit der Übersiedlung nach Wien 1785 erreichte M.s Karriere einen Höhepunkt. Alle drei Arbeiten für die Wiener Hoftheater, Il burbero di buon cuore, Una cosa rara und L’arbore di Diana, entstanden in Zusammenarbeit mit dem Librettisten L. Da Ponte und wurden (v. a. die beiden Letzteren) zu unüberbotenen Triumphen des josephinischen Theaters. 1787 wurde M. als Kapellmeister (eine Position, die Zarin Katharina II. eigens für ihn geschaffen hatte) an den Hof nach St. Petersburg berufen, wo er bis auf ein Intermezzo in London 1793–95/96, bis zu seinem Tod in Diensten blieb. M., der mit seinen Wiener Werken Maßstäbe für Komponisten wie Publikum seiner Zeit gesetzt hatte, wurde v. a. wegen seines lyrisch, sanglich und oft pastoral geprägten Stils beliebt; seine Werke wurden oft parodiert bzw. in anderen zitiert.

Werke

zahlreiche Opern (Il burbero di buon cuore; Una cosa rara, o sia Bellezza ed onestà; L’arbore di Diana; Gorebogatir ’Kosometovich [Der traurige Held Kosometovich]; La scuola dei maritati), Beiträge zu Pasticci und Ballette; Kantaten; Philistaei a Jonatha Dispersi (Oratorium).

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Elisabeth Th. Hilscher

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Martín y Soler, Atanasio Martín Ignacio Vincente Tadeo Francisco Pellegrin“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d8d6 (abgerufen am )

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