Malfatti, Familie

Arzt und Pianistin

Johann M. von Montereggio: * 12.6.1775 Lucca/Republik Lucca (I), † 12.9.1859 Wien. Arzt. Studierte Anatomie in Bologna/I und Medizin in Pavia/I. Ging dann nach Wien (Dr. med. 1797), wo er Assistent am Allgemeinen Krankenhaus war und 1804 eine Privatpraxis errichtete. 1802 gründete er die Gesellschaft praktischer Ärzte (ab 1837 Gesellschaft der Ärzte in Wien). 1838–41 war M. deren Präsident. Er war Leibarzt Erzhzg. Carls und der Erzhzg.in Beatrice d’Este, behandelte den Herzog v. Reichstadt sowie zw. 1811/17 (und wieder 1827) L. v. Beethoven. 1831 förderte er F. Chopin. M. entdeckte österreichische Heilbäder wie (Bad) Ischl oder Bad Vöslau/NÖ. Als Anhänger der naturphilosophischen Schule geriet er jedoch in einen Konflikt mit der modernen Medizin.

Gedenkstätten

  • Malfattigasse (Wien XII)

Ehrungen

  • Adelstitel 1837
  • Ehrenbürger von (Bad) Ischl

Schriften

Seine Nichte

Therese: * 1.1.1792 Wien, † 27.4.1851 Wien. Pianistin. Tochter des Gutsbesitzers (in Mödling) Jakob M. (* 1770 Wien, † 26.2.1829 Wien). Wie ihre Schwester Anna (verh. Gleichenstein, 6.12.1792–25.9.1869) war sie Beethovens Klavierschülerin. Dessen Heiratsantrag – mit dem die vermutliche Widmung der Bagatelle „Für Elise“ (WoO 59) zusammenhing – lehnte sie 1810 ab. 1816 heiratete sie den ungarischen Grafen Johann Wilhelm v. Drosdick.

Literatur

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Malfatti, Familie“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d87d (abgerufen am )

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