Maedel, Rolf

* 17.3.1917 Berlin, † 9.1.2000 Henndorf/Sb

Komponist, Theoretiker, Hochschullehrer

Studium an der MHsch. Berlin (Klavier, Chorleitung, Dirigieren, Komposition und Musikwissenschaft), nach 1943 Schüler von J. N. David am Mozarteum in Salzburg. Von 1945 an als freischaffender Künstler, Lied- und Instrumentalbegleiter, Dirigent, Kammermusiker (Mitglied des Salzburger Kammertrios) und als Assistent von B. Paumgartner tätig. 1947–87 Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst „Mozarteum“ in Salzburg, 1976 zum o. Prof. ernannt. Ab 1970 Beschäftigung mit der Erweiterung der Tonalität durch Einbeziehung von Mikrotönen (Mikrotonale Musik) und deren Systematisierung (Ekmelik), Mitbegründer des Instituts für musikalische Grundlagenforschung mit F. Richter-Herf. 1940–1970 entstand eine Fülle an von großer Musizierfreudigkeit geprägten Kompositionen, v. a. Lieder, Klavier-, Kammermusikwerke und Solo-Konzerte.

Werke

Kammermusik (Klaviertrios, Trios in versch. Besetzungen, u. a. mit Hf., Gambe, Englischhorn, Trio f. Fl., V. u. Kl. in D, 1951, Trio Trio f. Fl., Englischhorn u. Hf., 1957, Streichquartett in C, 1960, Sonaten), Solokonzerte (Doppelkonzert f. Fl., Gambe u. Streichorch., Konzert für Hf. u. Kammerorch., Konzert f. Englischhorn u. Orch., Fantasie für Vc. u. Orch., 1958, Konzert f. Cb. u. Streichorch., 1963); Lieder, Chorwerke; sinfonische Werke (Sinfonietta, 1966).

Schriften

Literatur

Autor

  • Johannes Kotschy

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Johannes Kotschy, Art. „Maedel, Rolf“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d854 (abgerufen am )

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