Lortzing, Gustav Albert

* 23.10.1801 Berlin, † 21.1.1851 Berlin

Komponist, Schauspieler, Sänger

Erhielt Klavier-, Geigen- und Violoncellounterricht und bildete sich später autodidaktisch (u. a. anhand der Lehrwerke J. G. Albrechtsbergers) weiter. Ab 1812 wanderte er mit seinen Eltern, die sich als Schauspieler bzw. Sänger den Lebensunterhalt verdienten, durch versch. deutsche Städte. Zusammen mit seinen Eltern und seiner Frau Rosina Ahles trat L. ab 1823 in Köln/D auf. 1826 wurde er in Detmold/D engagiert, 1833 in Leipzig/D, wo er auch Kapellmeister wurde. Seine Oper Der Waffenschmied hatte am 30.5.1846 im Theater an der Wien Premiere, im September engagierte ihn F. Pokorny (vermittelt von F. v. Suppè) als Kapellmeister. Im Zuge der Revolution schrieb L. Männerchöre und Freiheitsgesänge sowie die Oper Regina, doch zwangen ihn künstlerische Misserfolge (Ablehnung seiner Undine) und die Auflösung der Operngesellschaft am 1.9.1848, Wien zu verlassen. Seine letzte Station war das Friedrich-Wilhelmstädtische Theater Berlin (1850/51).

Gedenkstätten

  • Gedenktafel (s. Abb.) und Skulptur (s. Abb.) am Wiener Wohnhaus Fleischmanngasse 1 (Wien IV)
  • Lortzinggasse (Wien XIV; Graz VII; Linz; Klagenfurt)

Werke

Opern (Zar und Zimmermann 1837, Der Wildschütz 1842, Undine 1843/44, Der Waffenschmied 1846), Singspiele, Bühnenmusiken; Chorwerke, Lieder; Orch.-Werke; WV, hg. v. I. Capelle, 1994.

Schriften

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

27.7.2017

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Lortzing, Gustav Albert“ (27.7.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d7ff (abgerufen am )

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