War 1758–74 Soloviolinist in Stuttgart/D, 1774–83 Kammervirtuose am Hofe Katharinas d. Gr. in St. Petersburg/RUS. Ausgedehnte Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa (wo er u. a. 1764 im Pariser Concert spirituel und 1785 in London spielte), Anfang der 1760er Jahre (1763?) auch nach Wien, im Sommer 1771 durch Italien (wo er L. und W. A. Mozart begegnete). L. war seit 1762 mit der Tänzerin Nanette Sauveur, der Schwägerin J. G. Noverres, verheiratet und mit C. Ditters v. Dittersdorf befreundet. Seine Schwester Brigida war Sopran, sein jüngerer Bruder Gaetano war ebenfalls Violinist, sein Sohn Filippo Violoncellist (1794 Auftritt in Wien). L.s Beliebtheit als Komponist wurde von seinem Ruhm als Geiger übertroffen; E. Hanslick bezeichnete ihn als „Vorläufer und Vorbild Paganini’s“.
Werke
Violinkonzerte; Kammermusik.
Literatur
- NGroveD 15 (2001)
- MGG 8 (1960)
- Riemann 1961 u. 1975
- GerberATL 1 (1790) u. NTL 3 (1813)
- EitnerQ 6 (1902)
- E. Hanslick, Gesch. des Concertwesens in Wien 1869, 106f
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Lolli, Antonio“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d7f0 (abgerufen am )
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