Sohn eines Lehrers, besuchte 1871–79 das Gymnasium in Linz, studierte 1879/80 an der Univ. in Wien (wo er u. a. A. Bruckner hörte), trat dann ins Stift Kremsmünster ein, wo er nach der Priesterweihe (1885) als Katechet an der Stiftsschule und Gesangslehrer am Gymnasium tätig war. Er war ein guter Organist und auch kompositorisch tätig. Bekannt aber wurde er v. a. als Widmungsträger des Christus factus est und des Locus iste von Bruckner, ihm verdankt die Regenterei auch mehrere Bruckner-Autographe. Bemerkenswert ist auch seine Mitschrift von Bruckners Harmonielehre-Vorlesung des Jahres 1879/80.
Werke
Kirchenmusik (je 1 Messe, Ave Maria, Salve regina), einzelne Lieder und Chöre, Klavierfantasie, Salonwalzer.
Schriften
- Vorträge ... A. Bruckner (Ms.), Berichte über neue Orgeln, Konzertberichte in versch. Zeitungen
Literatur
- Kellner 1956
- Kellner, Profeßbuch
- R. Flotzinger in Bruckner-Studien (1975)
Abbildungen
Autor
- Rudolf Flotzinger
Letzte inhaltliche Änderung
28.1.2019Empfohlene Zitierweise
Rudolf Flotzinger, Art. „Loidol, P. Oddo OSB (Rafael)“ (28.1.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d7ee (abgerufen am )
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