Kroatisierte seinen Familiennamen. Musikunterricht bekam er in Samobor und Zagreb, dann (1816–22) in Graz (bei A. Hüttenbrenner). Durch den Kontakt mit den Mitgliedern der Illyrischen Bewegung begeisterte er sich für die nationale Musik (Nationalstil). Lange Zeit wurde er unter dem Einfluss von F. Ks. Kuhač vorwiegend als Autor von Chorliedern, die das Nationalgefühl wecken, bekannt. In jüngerer Zeit wurden auch seine romantischen Klavierwerke wieder entdeckt. Seine Lieder waren populär und wurden oft nachgedruckt, besonders diejenigen in kroatischer Sprache (insgesamt 98, wie z. B. Kamena dieva, Predivo je prela).
Werke
Lieder (47 auch auf deutsche [Johann Wolfgang v. Goethe: Nähe des Geliebten, Friedrich Rückert: Du meine Seele, du mein Herz, Ludwig Heinrich Christoph Hölty: Die Klage u. a.] und 7 auf slowenische Texte), oft in der Form der Romanze oder Ballade; Klaviermusik; geistliche und Kirchenmusik: Lieder und Chöre (in Latein, kroatisch, deutsch), Messen und Orgelwerke, gelegentlich mit pastoralem Charakter in Anlehnung an die Volksmusik.
Literatur
- ÖBL 5 (1972)
- K. Kos in R. Flotzinger (Hg.), GMA 5 (1983)
- F. Ks. Kuhač in Ilirski glazbenici [Illyrische Musiker] 1893
Autorin
- Vjera Katalinić
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Vjera Katalinić, Art. „Livadić (Wiesner), Ferdo (Ferdinand)“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d7d0 (abgerufen am )
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