Lindau (eig. Gemperle), Carl

* 26.11.1853 Wien, † 15.1.1934 Wien

Schauspieler und Bühnenschriftsteller

Debütierte – nach anfänglichen technischen Studien – 1870 in Graz. Bei den folgenden Engagements in Budapest, Frankfurt am Main/D, Dresden/D, Graz und Olmütz spielte er meist klassische Rollen. 1880 ging er mit J. Gallmeyer auf Tournee durch über 40 nordamerikanische Städte und reüssierte dabei als Komiker, worauf er 1881 vom Theater an der Wien für Possen und Operetten engagiert wurde und zum Publikumsliebling aufstieg. Darüber hinaus verfasste er (z. T. mit anderen Autoren) über 70 Lustspiele, Possen und Operettenlibretti, schrieb auch Schlagertexte und übersetzte französische Schwänke.

Ehrungen

Werke

W: Possen (jeweils gem. m. L. Krenn: Heißes Blut 1892; Ein armes Mädel 1893; Der Nazi 1895); Operettenlibretti (jeweils gem. m. L. Stein: Künstlerblut 1906; Der Frauenfresser 1911 [M: jeweils E. Eysler]; gem. m. B. Granichstaedten: Die verbotene Stadt 1914 [M: B. Granichstaedten]; gem. m. L. Krenn und K. Farkas: Donauweibchen 1926 [M: E. Neumann]); Schlagertexte (Die Näherin [M: F. Lehár], Die Unschuld vom Land [M: K. Kapeller], Adelheid [M: P. Pallos]).

Literatur

Abbildungen

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

9.11.2022

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Lindau (eig. Gemperle), Carl“ (9.11.2022), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d7cf (abgerufen am )

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