Studierte an der Univ. Innsbruck Jus (Dr. jur. 1853), an der Musikvereinsschule Violine (bei Josef Alliani) und Musiktheorie (bei A. Teuchner). Als Beamter war er zunächst in Innsbruck, ab ca. 1858 in Bezau/V, später in Kitzbühel/T und Rattenberg/T tätig; 1880, bereits wieder in Innsbruck lebend, wurde er u. a. Bezirkshauptmann des Bezirkes Unterinntal, nebenberuflich auch Sekretär des Hilfsvereins vom rothen Kreuze. 1855 war L. Mitbegründer eines Cäcilienvereines und der Innsbrucker Liedertafel (1880 Vorstandsmitglied, 1881–87 Chormeister) und dirigierte Dilettantenaufführungen im Innsbrucker Theater. L.s Kompositionen fanden weite Verbreitung.
Werke
Messen, Requiem, Marienlieder u. a. Kirchenmusik; Musik zum Festspiel Der selige Heinrich von Rattenberg 1879; Märsche u. Tanzmusik für Kl. bzw. Orch. oder Blasmusik; Werke für Zither; Potpourris nach Tiroler Liedern für Kl.
Literatur
- ÖBL 5 (1972) [mit WV]
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Leiter, Josef“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d744 (abgerufen am )
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