Sohn von Johann L. (1866–1932), der vermutlich zunächst Briefträger, später Portier des Postsparkassenamtes war. Studierte 1914–19 – ohne Abschluss – an der Wiener MAkad. Posaune bei Otto Berthold (Nebenfächer: Klavier bei Josef Meyer, Chorgesang bei E. Thomas und G. Valker) sowie Musiktheorie bei C. Horn (1914–17 als Nebenfach, 1917/18 als zweites Hauptfach). 1918/19 spielte L. im Wiener Tonkünstler-Orchester, 1919 ging er in die Schweiz, wo er bis 1923 dem Genfer Symphonieorchester angehörte, danach 1923 kurz in Zürich und 1923/24 in Interlaken lebte. Ab 1924 wiederum in Zürich, trat er mit 1.5.1925 ins Tonhalleorchester Zürich ein und verblieb Orchestermitglied bis zum Jahr 1939. Im Juni 1939 kehrte L. nach Wien zurück, wo er 1942 noch als Musiker belegbar ist. Für die Jahre danach liegen keine Nachrichten vor. Seit 1926 war er mit Maria Sophia (Sophie Maria) Hedinger (* 14.12.1900 Ort?, begr. 25.2.1992 Wien) verheiratet. Eine Verwandtschaft mit der Familie Lehner oder W. Lehner ist nicht nachweisbar.
Literatur
- Müller-Asow 1929
- Der Montag 6.6.1932, 3
- Sterbebuch der Pfarre Fünfhaus (Wien XV) 1929–32, fol 11
- Mitt. Archiv MUniv. Wien (2/2023)
- Mitt. Stadtarchiv Zürich (Meldekarten, Orchestermatrikel Tonhalleorchester Zürich, 5/2023)
- www.friedhoefewien.at (5/2023)
- eigene Recherchen (Jahresberichte der Wiener MAkad., Lehmann-Adressbücher)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
16.5.2023Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Lehner, Friedrich (Fritz)“ (16.5.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003e3d69 (abgerufen am )
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