L. studierte 1868–74 am Konservatorium der GdM Wien bei A. Bruckner (Harmonielehre, Kontrapunkt, Orgel), W. Schenner (Klavier) und F. O. Dessoff (Komposition). Zunächst beim Theater, ist L. 1875–1907 als Regens chori an der Wiener Kirche Maria vom Siege nachweisbar (hier 1882 Mitbegründer des Kirchenmusikvereins Wien XV). 1875 rief er eine eigene MSch. ins Leben, der er bis zu seinem Tod vorstand. L. war auch als Orchesterarrangeur tätig, seine Tochter Marie als Musiklehrerin.
Ehrungen
- Ehrenmitglied des Kirchenmusikvereins Maria vom Siege
- Päpstliches Ehrenkreuz Pro ecclesia et pontifice
- Päpstliches Ordenskreuz Avoccati di San Pietro.
Werke
Bühnenmusiken; Messen; Oratorien; Motetten; Chorwerke; Lieder; Hochzeitstag der Königin (Tongemälde für Orch.); Der Friedensfürst (melodramatisches Festspiel); Kammermusik; Klavierstücke; Orgelwerke; Zitherschule; Harmonie- und Generalbassschule.
Literatur
- Erhart 1998
- Eisenberg 1893
- Kosel 1902
- Riemann 1961
- Weissenbäck 1937
- F-A 1936
- Jahres-Bericht und Rechnungs-Abschluss des Kirchenmusik-Vereines zur heil. Maria vom Siege in Fünfhaus 9 (1892) u. 25 (1907)
- Slg. Moißl
- WStLA (Lehmann-Adressbücher 1875–1914)
Abbildungen
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Latzelsberger, Josef“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0003b83f (abgerufen am )
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