Studierte 1861–67 am Prager Konservatorium bei Josef Hrabĕ (Kontrabass),J. F. Kittl (Komposition) sowie Josef Kreijčí (Komposition) und unternahm anschließend eine Konzerttournee durch Böhmen und Sachsen. 1868 Kapellmeister am Hoftheater in Kassel/D, 1872 in Sondershausen/D, 1875 kurz Kontrabasslehrer am Prager Konservatorium. Anschließend Operndirigent in verschiedenen deutschen Städten (u. a. Berlin 1877/78). 1878–1923 Mitglied des Großherzoglich Mecklenburg-Schweriner Hoftheaterorchesters, 1886–1915 auch Organist und Regens chori zu St. Anna in Schwerin, 1893–98 Dirigent der Schweriner Singakad. L.s unzählige Konzertreisen führten ihn bis nach Amerika (1892), auch bei den Bayreuther Festspielen war er in den 1890er Jahren häufiger Gast. Als Kontrabass- und Klavierlehrer sehr gefragt (zu seinen Schülern zählte u. a. Franz Tischer-Zeitz), beschäftigte sich L. auch mit dem Aufbau seines Instruments und bemühte sich intensiv um eine Normierung der Kontrabässe.
Ehrungen
- Schwarzburg-Sonderhausen’scher Kammervirtuose 1875
- Königlich preußischer Kammermusiker 1875
- Großherzoglich Mecklenburger Kammermusiker 1883
- Kammervirtuose 1901
- Prof.-Titel 1923
Werke
Opern (Abu Seid, Liebe), zwei Symphonien, Märsche, Messen, Motetten, Chöre, Lieder, Kammermusik, Klavierwerke, Werke für Kb. (auch Bearbeitungen bekannter Werke seiner Zeit), Kontrabaßschule op. 50 (1904, 21952/53). – Ölgemälde (Bayreuther Festspiel-Genreszenen).
Literatur
- LdM 2000
- ÖBL 5 (1972)
- A. Planyavsky, Gesch. des Kontrabasses 1970 u. 21984
- R. Fischer (Hg.), Dt. Chormeisterbuch 1925
- Kosch 2 (1960)
- Weissenbäck 1937
- F-A 1936
- http://www.lbmv.de/3/Laska_Nachlass.html (8/2003)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
6.5.2001Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Láska, Gustav“ (6.5.2001), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d6fc (abgerufen am )
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