einem kleinpolnischen Adelsgeschlecht stammend (Sohn von Anton Graf von L.-B. und Ludovica Gräfin von Rzewuska), bekleidete L.-B. von 1849 bis zu seinem Tod das Amt eines Oberstkämmerers und war als solcher für eine Reihe von Sammlungen und Kabinetten bei Hof (u. a. Schatzkammer, Münz- und Antiquitätenkabinett, Gemäldegallerie), aber auch für die beiden Hoftheater (Hofburg- und Hofoperntheater) verantwortlich. Besonders das Sprechtheater erfreute sich unter seiner Obhut und der künstlerischen Direktion H. Laubes eines neuen Aufschwungs. Sein Neffe war der als Schriftsteller, Sammler, Denkmalpfleger und Mäzen bekannte Karl Anton Leo Luwig Graf v. L.-B. (1848–1933), der 1894/95 das Palais L. (Wien III.) erbauen ließ.
Ehrungen
- Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies 1852
Literatur
- Czeike 3 (1994)
- Hadamowsky 1988
- Wurzbach 14 (1865)
- Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Gräflichen Häuser 56 (1883)
- WStLA (Totenbeschauprotokoll 1863)
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Lanckoroński-Brzezie (Lanckorński-B.), Karl (Karol) Graf von“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d6cd (abgerufen am )
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