Laube, Heinrich

* 18.9.1806 Sprottau/Schlesien (Szprotawa/PL), † 1.8.1884 Wien

Schriftsteller, Dramaturg, Burgtheaterdirektor

L. studierte in Halle a. d. Saale/D und Breslau (Wrocław/PL) evangelische Theologie, hörte allerdings auch historische, philologische und pädagogische Vorlesungen. In den folgenden Jahren v. a. in Leipzig/D und Berlin als Mitarbeiter und Redakteur mehrerer Zeitungen (z. B. Theaterkritiker des Leipziger Tagblattes) und Privatlehrer tätig; 1833 Dr. phil. in Jena/D. 1848/49 Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung. 1849–67 war L. künstlerischer Direktor des Wiener Hofburgtheaters, 1869–71 Direktor des Leipziger Stadttheaters und 1872–80 (mit einer Unterbrechung 1874/75) Leiter des von ihm mitbegründeten Wiener Stadttheaters. L. gilt als einer der größten Erzieher innerhalb der deutschen Schauspielkunst; während seiner Amtszeit am Burgtheater erfreute sich das Haus einer neuen Blüte, die u. a. durch eine Repertoireerweiterung (William Shakespeare, F. Grillparzer) und Änderung der Probenarbeit erreicht werden konnte. Seine Ehefrau Iduna, geb. Budeus (1808–79) war als Frauenrechtlerin sehr aktiv und gründete den Wiener Frauen-Erwerb-Verein.

Gedenkstätten

  • Laubeplatz (Wien X)

Ehrungen

  • Taxfreies Bürgerrecht der Stadt Wien 1876

Schriften

Literatur

  • ÖBL 5 (1972)
  • Czeike 3 (1994)
  • Wurzbach 14 (1865)
  • Personenlex. Öst. 2001
  • Salzburger KulturL 2001
  • Hadamowsky 1988
  • Kosch 2 (1960)

Abbildungen

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

23.6.2023

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Laube, Heinrich“ (23.6.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d709 (abgerufen am )

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