Studierte an der Univ. Wien Jus (1891 Dr. jur.), musikalische Ausbildung am Konservatorium der GdM bei G. Grädener, J. Zellner und J. Epstein, in Leipzig/D bei Salomon Jadassohn. Zunächst Korrepetitor in Leipzig, ab 1895 Theaterkapellmeister an zahlreichen deutschen Bühnen (Rostock, Sondershausen, Halle, Frankfurt am Main, Berlin, Nürnberg) sowie in Madrid. 1907–12 war K. als 2. Dirigent des Philharmonischen Orchesters in Berlin, anschließend in Cincinnati/USA engagiert, dort 1918/19 interniert und ab 1920 als Generalmusikdirektor in Königsberg (Kaliningrad/RUS) tätig. 1928–32 übernahm er die Leitung des Berliner Symphonieorchesters und lebte schließlich seit 1933 wieder in Wien. Sein Bruder Gottfried (* 13.9.1869 Baden bei Wien/NÖ, † 14.3.1938 Wien) war Finanzfachmann und 1909–12 Herausgeber der Zeitschrift Der Merker.
Schriften
- Lehrbuch des Dirigierens [Ms.]
- mehrere Aufsätze
Literatur
- ÖBL 4 (1969)
- Kürschner 1954
- Riemann 1959
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Kunwald, Ernst“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d68c (abgerufen am )
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