Kunerth (Kunert, Kuhnert, Kounerth, Kunrát), Johann Leopold

* 27.12.1784 Deutsch Hause/Mähren (Huzová/CZ), † 8.8.1865 Kremsier/Mähren (Kromĕříž/CZ)

Musiker, Komponist und Trompetenbauer

Lebte ab 1804 in Wien als Türmermeister (Thurner) und Kopist. 1806 wurde er Primgeiger am Theater in der Josefstadt. Studierte dann Musiktheorie bei F. V. Krommer. Mit ihm floh er 1809 (Besetzung Wiens) nach Eisenstadt und Ödenburg. Später ging er nach Olmütz zu seinem Bruder Josef K. (der dort Türmer war) und unterrichtete Musik. 1808 wurde er Türmer in Wischau/Mähren (Vyškov/CZ) und ab 1811 in Kremsier. Daneben war er für die Musik in der dortigen St. Moritz-Kirche zuständig. K. spielte und komponierte für die (von ihm unabhängig von A. Weidinger erfundene?) Klappentrompete.

Werke

3 Sinfonien (Erzhzg. Rudolph gewidmet), Duos für 2 Trp.n 1843; Kirchenmusik (Messen, Requiem, Gradualien, Offertorien, Litaneien, Pange lingua).

Literatur

  • LdM 2000
  • ÖBL 4 (1969)
  • Wurzbach 13 (1865)

Autor

  • Alexander Rausch

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Alexander Rausch, Art. „Kunerth (Kunert, Kuhnert, Kounerth, Kunrát), Johann Leopold“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d67d (abgerufen am )

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