Studierte 1892–1902 an der Schule des Steiermärkischen Musikvereins in Graz (bei E. W. Degner). Nach kurzer Lehrtätigkeit an deren Zweigschule wurde er 1902 Musikdirektor in Pettau (Ptuj/SLO), 1904 in Cilli (Celje/SLO). 1905–39 war er städtischer Musikdirektor in Aschaffenburg/D, wo er das von ihm 1920 gegründete Collegium musicum leitete. Bereits im Ruhestand, war er 1939/40 interimistischer Leiter des Grenzlandkonservatoriums in Klagenfurt, 1940–42 der Landes-MSch. in Graz. Danach baute er die MSch. in Oberwart/Bl auf. Als Komponist war K. Romantiker mit phasenweise impressionistischen Einflüssen.
Werke
Oper Das Narrentestament [T: H. K.]; Kammermusik (Streichquartett op. 12); Steyerische Symphonie op. 17; Klavierstücke; Chorwerke, Lieder.
Schriften
- Elementare Theorie
- Aufsätze u. a. über Degner
Literatur
- StMl 1962–66
- MGG 7 (1958)
- ÖBL 4 (1969)
- Riemann 1959 u. 1972
- F-A 1936 u. 1 (1974)
- [Kat.] Musik i. d. St. 1980
- A. Hainz, H. K., Diss. Graz 1950
- Slg. Moißl
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Kundigraber, Hermann“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d67b (abgerufen am )
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