Degner, Erich Wolf

* 8.4.1858 Hohenstein-Ernstthal bei Chemnitz/D, † 18.11.1908 Bad Berka bei Weimar/D

Geiger und Komponist

Studierte in Weimar und Würzburg/D Klavier, Violine und Komposition; bewarb sich erfolglos um eine Geigerstelle im Wiener Hoftheater; unterrichtete 1882 am Regensburger Gymnasium und 1883 an einer privaten MSch. in Gotha/D; leitete 1884–88 in Pettau (Ptuj/SLO) den Musikverein, baute die MSch. aus und dirigierte den Männerchor; Lehrer an der Weimarer MSch. 1891–1902 artistischer Direktor des Musikvereines für Steiermark in Graz; unter seiner Leitung bedeutender Aufschwung des Musikvereins und dessen Schule. Darüber hinaus 1892–99 als Nachfolger von L. Wegschaider Chormeister des Grazer Singvereins. 1902–08 Direktor der MSch. und Singakademie in Weimar. In seinen Kompositionen wurde D. anfangs von F. Liszt, später hingegen von J. Brahms, in den Orgelwerken von Max Reger beeinflusst.

Gedenkstätten

  • Bronze-Porträtrelief im Stiegenhaus des Johann-Joseph-Fux-Konservatoriums, Nikolaig. 2, Graz

Ehrungen

  • Prof.-Titel 1906 (verliehen vom Großherzog von Weimar)

Werke

Orchesterwerke (2 Symphonien, Ouvertüren, symphonische Dichtung Der Zug des Todes, Römischer Triumphzug, Theater-Noveletten); Kammermusik (u. a. Streichquartette); Klavier- und Orgelwerke; Chor-Orchesterwerke (Legende Maria und die Mutter; Schubert, Gott in der Natur); Lieder.

Schriften

Literatur

Autorin

  • Barbara Boisits

Letzte inhaltliche Änderung

25.2.2019

Empfohlene Zitierweise

Barbara Boisits, Art. „Degner, Erich Wolf“ (25.2.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cb76 (abgerufen am )

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