Lernte als Kind im Haus seines Vaters W. A. Mozart und J. Haydn kennen, der ihn mit dem Text des geplanten (dann von J. Eybler komponierten) Oratoriums Die vier letzten Dinge beauftragte. Von A. Wranitzky erhielt er Gesang- und Geigenunterricht. Nach dem Studium an der Univ. Wien kam er 1797 zur Univ.-Brigade. 1803 wurde er Beamter beim Hofkriegsrat, war ab 1819 Aushilfszensor und zuletzt Staatsratskonzipist (ab 1831). Als Schriftsteller sehr beliebt, wurden seine Texte u. a. von L. v. Beethoven (Musik zum Trauerspiel Tarpeja WoO 2a und b, vielleicht auch die Chorfantasie op. 80) und Fr. Schubert (Glaube, Hoffnung und Liebe D 955) vertont.
Werke
Perikles der Olympier 1809; Spaziergänge im Labyrinth der Gesch. 1824; Die Reise des letzten Menschen, 3 Bde. 1837; historische Schauspiele (Ulrich, Hzg. v. Württemberg 1840); Gedichte; Übersetzungen (Plautus) 1806; Libretti (Schauspiel Die Minnesänger auf der Wartburg [M: I. v. Seyfried 1819], Oratorien Rosa von Viterbo [M: J. Drechsler 1822], Saul u. David [M: I. Assmayr 1840]).
Literatur
- ÖBL 4 (1969)
- Wurzbach 13 (1865)
- Czeike 3 (1994)
- Kosch 2 (1960)
- Stieger III/2 (1980)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Kuffner (Kueffner), Christoph Johann Anton“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d668 (abgerufen am )
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