Kronberg, Simon

* 26.6.1891 Wien, † 1.11.1947 Haifa/IL

Schriftsteller, Schauspieler und Chorleiter

Nach Schule und Studium (Lehramt) in Wien 1913/14 Besuch der von E. Jaques-Dalcroze geleiteten Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus in Hellerau bei Dresden/D, anschließend begann er Schauspielunterricht zu nehmen. 1916 erste literarische Veröffentlichungen. Nach mehreren Versuchen, eine dauernde Anstellung zu finden, begann er 1922 in Berlin ein Gesangsstudium bei Paul Mangold, 1925 bei Heinrich Jacoby. 1924 leitete er das Chanukkafest des Jung-Jüdischen Wanderbundes, dem er u. a. auch als Chorleiter angehörte. 1926–28 war er Chorschüler an der Berliner MHsch. Immer wieder kurzzeitige Berufstätigkeiten, 1930–32 als Versicherungsdirektor in Berlin. 1934 emigrierte (Exil) K. nach Palästina (seit 1937 Wohnsitz Haifa), war dort als Schuster, später als Stimmbildner und Improvisator von Freizeitchören (Schira bezibbur [Gesang mit dem Publikum]) tätig. Daneben entstanden zahlreiche literarische Werke, u. a. auch Filmskripte. K.s Werk (Lyrik, Prosa, dramatische Werke) wird zum Besten des literarischen Expressionismus gezählt.

Werke

Gesamtausgabe in 2 Bde.n (Hg. A. A. Wallas) 1996; u. a. Pantomime mit Gesang und Chor Psalm 102 (UA 1922, verschollen); Chorspiel Wien 1936, 1936.

Literatur

  • www.boerverlag.de/KRONBIO.HTM (7/2003)
  • Czeike 3 (1994)

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

15.7.2003

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Kronberg, Simon“ (15.7.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d637 (abgerufen am )

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