Studierte 1813–18 an der Akademie zu St. Anna in Wien. Bis 1822 war er in Galizien und Polen als Zeichenlehrer angestellt. Dann kehrte er nach Wien zurück, um seine Studien fortzusetzen (1824/25). 1827 lernte er Fr. Schubert kennen, von dem er 1846 zwei Porträts (teilweise aus der Erinnerung, s. Abb.) anfertigte. K. gilt als bedeutendster Porträtlithograph des Wiener Biedermeier. 1864 wurde er Mitglied der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens, 1866 der Akademie der bildenden Künste. 1865–71 lehrte K. am Wiener Theresianum.
Gedenkstätten
- Kriehubergasse (Wien V)
- ehrenhalber Grab am Wr. Zentralfriedhof
Werke
Porträts (ca. 3000 Lithografien); Landschaften; Pferdezeichnungen.
Literatur
- ÖBL 4 (1969)
- SchubertL 1997
- Czeike 3 (1994)
- Wurzbach 13 (1865)
- M. Jestremski in Schubert durch die Brille 16/17 (1996)
- S. Krasa, J. K. 1800–1876, 1987
Abbildungen
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
21.4.2023Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Kriehuber, Josef Nikolaus“ (21.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d622 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

