Kam 1908 in die USA, wo er am New England Conservatory in Boston studierte. Weitere Ausbildung in Europa bei C. Flesch, Lucien Capte und O. Ševčík. In seiner Konzertkarriere setze er sich v. a. für zeitgenössische Werke ein. Er spielte erstmals das ihm von Alban Berg gewidmete Violinkonzert beim Musikfest der IGNM 1936 in Barcelona sowie A. Schönbergs Concerto 1940 in Philadelphia. 1944–49 Konzertmeister des Minneapolis Symphony Orchestra unter D. Mitropoulos. Danach gab er seine Musikerkarriere auf und unterrichte 1949–72 an der Syracuse University Violine und Kammermusik. 1976 Gastprof. am New England Conservatory. Gründung des K. Chamber Music Ensemble. Er war verheiratet mit Adrienne, einer Schwester von F. Galimir.
Ehrungen
- zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Ehrenmitglied der Academia Filarmonica Bologna
Schriften
- The Origins of the Alban Berg Violin Concerto 1981
- Hg. u. a. von String Problems, Players and Paucity 1965
- A Performance History of Schoenberg’s Violin Concerto 1978
Literatur
- NGroveD 13 (2001)
- NGroveDAmMusic 2 (1986)
- InterpretenL 1992
- Int. Who’s who in music 1990/91
- R. Hilmar/G. Brosche (Hg.), [Kat.] A. Berg Wien 1985, 1985
- E. A. Berg, Der unverbesserliche Romantiker 1985
- MGÖ 3 (1995)
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
14.3.2004Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Krasner, Louis“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d5cb (abgerufen am )
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