Studierte neben der Ausbildung zum Buchhändler Blockflöte (Flöte) am Konservatorium der Stadt Wien bei H. U. Staeps (1944–50). Nach Tätigkeiten bei Musikverlagen freischaffender Komponist (1957–69), dann Lehrer für Blockflöte am Kärntner Landeskonservatorium in Klagenfurt (1969–75) und am Konservatorium der Stadt Wien (1975–93). Seine meist kurzen Kompositionen lassen keine stilistischen Präferenzen erkennen, sind aber hauptsächlich „Textvertonungen“ (u. a. von H. C. Artmann und Christian Morgenstern), die sich am „Sprachrhythmus“ (E. K.) orientieren. Seine Werke wurden bei Doblinger, Robitschek und der Universal-Edition verlegt, einige Lieder bei Preiser Records aufgenommen.
Ehrungen
- Preis des Wiener Kunstfonds 1962
- Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung 1964
- Förderungspreis der Stadt Wien 1965
- Prof.-Titel 1982
- Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 2009
Werke
Kurzoper (Szenen aus dem wirklichen Leben [T: Ernst Jandl] 1966); Bühnenmusiken (Woyzeck u. Leonce und Lena [T: Georg Büchner] 1969, Romeo und Julia [T: William Shakespeare] 1979); Film- u. Hörspielmusiken; Lieder und Gesänge (Galgenlieder 1958–78); Instrumentalmusik (u. a. für Blockfl.: Suite nach alten Weisen 1964, Gesang der Sirenen 1975/76).
Schriften
- ästhetisches Konzept in Drei Fragen an die Komponisten in ÖMZ 38/3 (1983)
Literatur
- MaÖ 1997 [mit WV]
- Goertz 1979 u. 1994 [mit WV]
- Who is who in Öst. 1997
- F-A 1 (1974)
- MGÖ 3 (1995)
- www.wienerzeitung.at (1/2015)
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
30.1.2015Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Kölz, Ernst“ (30.1.2015), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d51b (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

