Koczirz, Adolf

* 2.4.1870 Wěrowan/Mähren (Věrovany/CZ), † 22.2.1941 Wien

Musikwissenschaftler und Beamter

Studierte an der Univ. Wien 1889–92 Jus, 1899–1901 u. a. Musikwissenschaft bei G. Adler (1903 Dr. phil.). 1891–1935 war K. im Staatsdienst tätig (Konzeptsbeamter im Finanzministerium, 1927 Hofrat). K. hielt daneben ab 1904 Vorlesungen über Tabulaturen an der Univ. Wien und forschte als einer der ersten v. a. über Lauten- und Gitarrenmusik des 16.–18. Jh.s, publizierte aber auch wichtige Aufsätze zur Wiener Musikgeschichte. Er war Mitglied mehrerer Gesellschaften und Kommissionen für Lauten- und Gitarrenmusik, Ehrenvorsitzender des Bundes deutscher Lauten- und Gitarrespieler, 1919 Mitbegründer der Wiener gitarristischen Zentralstelle, 1932 (mit seinem Schüler J. Zuth) der Gesellschaft der Lautenfreunde, ab 1907 auch Wirkendes Mitglied der Gesellschaft zur Herausgabe von Denkmälern der Tonkunst in Österreich.

Ehrungen

  • Goldenes Verdienstkreuz mit der Krone 1913
  • Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1930
  • mehrere Auszeichnungen während des Ersten Weltkrieges

Schriften

Literatur

  • R. Haas/J. Zuth (Hg.), [Fs.] A. K. 1930
  • NGroveD 13 (2001)
  • LdM 2000
  • MGG 7 (1958) [mit WV]
  • ÖBL 4 (1969)
  • Riemann 1959 u. 1972
  • F-A 1936
  • MGÖ 3 (1995)
  • Zuth 1926
  • E. Th. Hilscher, Denkmalpflege u. Musikwissenschaft 1995

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

14.3.2004

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Koczirz, Adolf“ (14.3.2004), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d50e (abgerufen am )

Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.