Erlernte das Buchbinderhandwerk, wurde aber 1782 preußischer Grenadier und ging nach Magdeburg/D und Breslau (Wrocław/PL), wo er später seinen Wohnsitz hatte. Als er vor Friedrich Wilhelm II. von Preußen auf der Maultrommel spielte, befreite ihn dieser 1788 vom Kriegsdienst. Danach begann er mit großem Erfolg in ganz Deutschland und in Wien zu konzertieren. Jean Paul erwähnte K. und dessen (paarweise gespielte) „doppelte Mundharmonika“ in seinem Roman Hesperus (1795), Christian Friedrich Daniel Schubart in seinen Ideen zu einer Aesthetik der Tonkunst (Wien 1806). In K.s Stammbuch trugen sich Friedrich Gottlieb Klopstock (1796), Johann Gottfried Herder (1800) und Johann Wolfgang v. Goethe (1820) ein.
Literatur
- Wurzbach 12 (1864)
- EitnerQ 5 (1901)
- Mendel-R. 6 (1876)
- R. Plate, Kulturgesch. der Maultrommel 1992
- G. Nave in Das Musikinstrument 26 (1977), 191
- Taufbuch der Pfarre Mittersill 1741–1815, pag. 110
Autor
- Alexander Rausch
Letzte inhaltliche Änderung
21.7.2025Empfohlene Zitierweise
Alexander Rausch, Art. „Koch, Franz de Paula“ (21.7.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d500 (abgerufen am )
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