Klein, Fritz Heinrich (Pseud.: Heautontimorumenos)

* 2.2.1892 Budapest, † 12.7.1977 Linz

Komponist

Zunächst zum Berufsoffizier ausgebildet, dann Schüler A. Schönbergs und Alban Bergs. Nach 1918 war K. als Musikpädagoge und -schriftsteller tätig, verfasste Klavierauszüge (u. a. zu Bergs Wozzeck). 1924 wurde er zunächst Korrepetitor, 1932–57 war er dann Theorielehrer am Bruckner-Konservatorium in Linz. K.s einziges gedrucktes Werk (Die Maschine. Eine extonale Selbstsatire op. 1 für Klavier zu 4 Händen, 1921, ursprünglich für Kammerensemble) ist auch sein wichtigstes: die erste gedruckte Zwölfton-Komposition, in der erstmals eine Reihe mit sämtlichen Intervallen (Allintervallreihe) entwickelt wurde, von K. „Mutterakkord“ genannt. Vom Verein für musikalische Privataufführungen abgelehnt, wurde das Werk 1924 in New York uraufgeführt. In K.s späteren Werken überwiegt tonale Musik.

Ehrungen

  • Dritter Platz (Kategorie „Ernste Orchestermusik“) des Preisausschreibens für österreichische Komponisten der oberösterreichischen Lehrerakademie des Katholischen Landeslehrervereines für Oberösterreich für Symphonische Variationen über ein Thema von Franz Schubert 1930
  • Prof. h. c. 1958

Werke

ca. 200 Werke: Bühnenwerke (Nostradamus 1925; Das Gottesurteil 1928; Die St. Jakobsfahrt 1930/31; Der Joker 1955); Orchester- u. Kammermusik; Klavierstücke; Chöre u. Lieder.

Schriften

Literatur

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

14.2.2017

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Klein, Fritz Heinrich (Pseud.: Heautontimorumenos)“ (14.2.2017), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d4ab (abgerufen am )

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