Studierte in Dublin, London und Neapel, debütierte 1781 in Florenz und trat dann an verschiedenen italienischen Opernhäusern auf. 1783–87 war er auf Empfehlung von Conte G. Durazzo in Buffopartien am Hofburgtheater in Wien engagiert, schloss Freundschaft mit W. A. Mozart und sang in dessen Le nozze di Figaro den ersten Basilio sowie auch Curzio. 1787 Rückkehr über Salzburg (Besuch bei L. Mozart) nach London mit Auftritten in Oper und Konzert bis ca. 1811. Seit 1789 war K. dort auch als den zeitgenössischen Geschmack treffender Komponist einiger Singspiele und zahlreicher Bühnenmusiken populär. 1802–11 führte er eine Musikalienhandlung, nach deren Konkurs war er zuletzt Weinhändler. In seinen gedruckten (nicht immer datengenauen) Erinnerungen nimmt er u. a. Bezug auf Aufführungsanweisungen Mozarts.
Werke
Musik zu über 60 Bühnenstücken (1797–1821; z. T. nur jeweils einzelne Lieder); Ballett; Lieder.
Schriften
- Reminiscences, 2 Bde. 1826 (ND 1975)
Literatur
- S. M. Ellis, The Life of M. K. 1930
- NGroveD 13 (2001) [mit WV]
- K-R 1997
- Czeike 3 (1994)
- Riemann 1959
- MGG 7 (1958)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Kelly (eig. O’Kelly, auch Occhelli), Michael Wilhelm“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d40c (abgerufen am )
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