Studierte Jus (1743 Promotion in Innsbruck); danach Staatsdienst (1795 Vizepräsident beim niederösterreichischen Appellationsgericht); 1764 in den Ritterstand erhoben. In seinem Haus, in dem er Konzerte gab und auch selbst dirigierte, waren J. Haydn, C. Ditters v. Dittersdorf, J. G. Albrechtsberger und F. A. Hoffmeister anzutreffen und trat u. a. W. A. Mozart als Pianist auf. K. übernahm 1791 nach Ph. J. Martin die Leitung der Augartenkonzerte. Er besaß eine bedeutende Musiksammlung und ließ ca. 1790–92 einen Katalog der Werke Haydns zusammenstellen („Katalog K.“). Heiratete am 15.9.1777 in Wien Sophia Carolina von Mercier, Kammerdienerin von Maria Theresia.
Ehrungen
- Stephan-Orden durch Kaiser Franz II. 1793
- Geheimer Rat 1795
Literatur
- M. Eybl in E. Th. Hilscher (Hg.), [Fs.] Th. Antonicek 1998
- Wurzbach 11 (1865)
- J. P. Larsen, Die Haydn-Überlieferung 1939
- J. P. Larsen (Hg.), Drei Haydn Kataloge in Faksimile 1941
- O. Jahn, W. A. Mozart 3 (1858), 322–324
- MGÖ 2 (1995)
- MGG 6 (1857), 1772
- Trauungsbuch der Hofburgpfarre (Wien I) 1756–1810, pag. 117
- Sterbebuch der Pfarre St. Peter (Wien I) 1783–1809, [pag. 278]
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
21.7.2025Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Keeß, Franz Bernhard Ritter von“ (21.7.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d3f9 (abgerufen am )
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