Karaian, Melikof

* 18.9.1938 Istanbul, † 23.11.2023 Salzburg

Komponist und Pädagoge

Armenischer Herkunft, hat er jahrelang in Lateinamerika gelebt und nach Privatunterricht ab 1958 in Santiago de Chile an der MHsch. Komposition und Musikwissenschaft studiert und dort auch seine Lehrtätigkeit begonnen. Seit 1974 lebte und unterrichtete K. in Österreich, begann „nach einem langen Schweigen“ wieder zu komponieren. Ab Oktober 1977 war er Lehrbeauftragter, ab Herbst 1989 Vertragslehrer an der MHsch. Mozarteum in Salzburg. Er unterrichtete Tonsatz, Gehörbildung und Formenlehre. Am 1.12.1994 folgte die Ernennung zum Prof. Als Komponist ging es K. jenseits einer Kategorisierung von Neuer Musik und Alter Musik „um das Schaffen von Ausdrucksformen auf Basis von Erfahrungen ästhetischer und ethnischer Art im Kontext eines interkulturellen Musikverständnisses“.

Werke

Kammeroper El Cuadro (nach Eugène Ionesco); Cantata Breve für Solo, Chor u. Orch.; Orchesterwerke (Cantico „200“, 1991; auch auf CD); Kammer- u. Klaviermusik; Vokalwerke.

Schriften

Literatur

  • Goertz 1994
  • Jahresbericht der MHsch. „Mozarteum“ Salzburg 1994/95, 5
  • www.moz.ac.at/german/publications/cv/karaian.shtml
  • www.sn.at (1/2024)
  • Mitt. Archiv Mozarteum Salzburg (1/2024)

Autor:innen

  • Uwe Harten
  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

18.1.2024

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Monika Kornberger, Art. „Karaian, Melikof“ (18.1.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d3c3 (abgerufen am )

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