Wuchs ohne geregelte Schulbildung in Sremski Karlovci und Belgrad auf, lebte nach Teilnahme am missglückten ersten serbischen Aufstand (1804–13) vorwiegend in Wien, heiratete 1818 eine Wienerin und gilt zusammen mit dem Slowenen Jan Kopitar (1780–1844) als Schöpfer der serbischen Schriftsprache. K. sammelte und publizierte zahlreiche serbische Volkslieder (insgesamt 10 Bände), -dichtungen und -märchen, trat in Kontakt u. a. mit Johann Wolfgang v. Goethe, Leopold v. Ranke und Jakob Grimm.
Gedenkstätten
- Halbfigur vor dem Haus Rasumofskygasse 22 (Wien III)
Ehrungen
- Dr. hc. Univ. Jena/D 1823
- Mitglied der Kaiserlichen Akad. der Wissenschaften, Wien
Werke
Mala prostonarodna slavenoserbska pesnarica [Kleines slavenoserbisches Volksliederbuch] 1814; Narodne srpske pjesme [Serbische Volkslieder] 1823–33; Srpske narodne pjesme [Serbische Volkslieder] 1841–65; Srpske narodne pjesme iz Hercegowine [Serbische Volkslieder aus der Herzegowina] 1866; Serbische Grammatik 1814; serbisch-dt.-lat. Wörterbuch 1818; Dt.-serbisches Wörterbuch 1872; Übersetzung des Neuen Testaments 1847.
Literatur
- Czeike 3 (1994)
- ÖBL 3 (1965)
- http://www.loznica.co.yu/Licnosti/vuk_karadzic_1.htm (2/2003)
- R. Flotzinger in Serbische Akad. der Wissenschaften [Hg.], [Kgr.-Ber.] Kornelije Stanković and his time 1985
- Wurzbach 10 (1863) [Karadschitsch, mit WV]
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
18.2.2003Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Karadžić, Vuk Stefanović“ (18.2.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d3c2 (abgerufen am )
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