Studierte an der Wiener Univ. Jus (Promotion 1913) und Musikwissenschaft (bei G. Adler); trat 1909 beim Verlag Universal Edition ein, wurde dort mit A. Schönberg, Alban Berg, A. Webern, Béla Bartók und L. Janáček bekannt. 1924 beendete er seine Mitarbeit bei der Universal Edition und gründete den Wiener Philharmonischen Verlag, den er 1927 bei seinem Wiedereintritt in die Universal Edition einbrachte. 1936 ging K. nach London und eröffnete dort eine Filiale der Universal Edition. Während des Zweiten Weltkrieges war die Londoner Universal Edition Teil von Boosey & Hawkes, und K. erweiterte den Konzern um die Anglo-Soviet Press, die sowjetische Komponisten wie Sergej Prokofjew und Dmitrij Schostakowitsch in ihrem Programm hatte. 1949 erreichte die Londoner Universal Edition wieder ihre Unabhängigkeit und förderte Komponisten der Neuen Musik innerhalb und außerhalb Englands.
Literatur
- NGroveD 13 (2001)
- MGÖ 3 (1995)
- [Hg. Universal Edition], 1901 bis 1951. Universal Edition Wien [1951]
Abbildungen
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Kalmus, Alfred August Ulrich“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d397 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

