Lernte im Alter von acht Jahren Zither, später Violine und Schlagzeug. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung zum Schriftsetzer spielte K. in verschiedenen Kapellen. Später musste er seinen Beruf als Schriftsetzer aufgeben und wurde Schlagzeuger. 1940 wurde K. zur Wehrmacht eingezogen, kam zum Musikcorps in die Slowakei und war auch für das Fronttheater tätig (u. a. mit Hilde Krahl, Jane Tilden, Richard Eybner). Nach dem Zweiten Weltkrieg 16 Jahre lang Mitglied in der Kapelle Ferry Hecht, die in der Tanzschule Thumser spielte. Bereits während des Krieges entstand sein erstes Wienerlied Heiliger Ulrich, du kennst mei’ Lad [M: Fred Schelling], nach 1946 widmete er sich vermehrt dem Texten von Wienerliedern im Dialekt, u. a. für seinen Freund B. Hauer sowie R. Czapek, F. Jelinek, S. Fellner, L. Steup, später schrieb er hochdeutsch Texte. In den 1960er Jahren spielte K. in einem Trio und tourte als Musiker und Sänger durch Europa. Er textete über 1.000 Wienerlieder und Schlager, von denen einige große Popularität erlangten.
Gedenkstätten
- Gedenktafel am Wohnhaus Marnogasse (Wien XIV)
- Josef-Kaderka-Park (Wien XVII)
- Grab ehrenhalber am Friedhof Ottakring (Wien XVI)
Ehrungen
- Hut vom lieben Augustin
- Fenstergucker-Relief
- Goldene Feder
- Robert-Stolz-Medaille in Silber und Bronze
- Goldene VÖT-Nadel
- Augustin-Plakette
- Goldenes Verdienstzeichen der Stadt und des Landes Wien
Werke
Wienerlieder (Schleckerpatzl, Zwa Bleamerln steh’n am Wiesenrand, I hab ka Angst ums Weanalied [M: jeweils B. Hauer], Amal geht’s no [M: F. Andree], I hab’ halt a Faible für Ober Sankt-Veit [M: R. Czapek]), Schlager (Aus der Ferne kam ein Brief [M: Walter Pelz], Als du gingst [M: G. Last], Geister-Samba [M: O. Schima]).
Literatur
- S. Schedtler (Hg.), Wienerlied und Weana Tanz 2004
- E. Th. Fritz/H. Kretschmer (Hg.), Wien. Musikgeschichte 1 (2006)
- Österr. Autorenztg. 2 (1980), 20
- www.kaderka.at (6/2008)
Autorin
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
21.4.2023Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Art. „Kaderka, Josef (Pepi)“ (21.4.2023), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x001c3185 (abgerufen am )
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