Musikstudium in Laibach, Triest und Jus in Wien, 1859 wurde er dort Leiter des Slowenischen Gesangsvereines. 1863 ging er nach Pancsova (Pančevo/SRB) und war zwei Jahre Leiter des Serbischen Kirchengesangsvereines. Weiters wirkte er in Belgrad und war 1871–1902 Dirigent im dortigen Volkstheater. Er schrieb vorerst Chöre, auch Lieder im romantischen Stil, die er in slowenischen Liederbüchern und Musikzeitschriften veröffentlichte. J. ist Autor der damaligen slowenischen und späteren jugoslawischen Hymne und später auch einer geschickt instrumentierten Orchesterouvertüre. J.s Werke sind programmatisch angelegt. Er schrieb auch Musik für das Theater. Er gehört zu den Begründern der slowenischen romantischen Musik sowie der serbischen Kunst- und v. a. Opernmusik.
Werke
Chöre, Lieder, Ouvertüre (Kosovo 1872), Musik für das Theater (Vračara ili Baba Hrka [Die Wahrsagerin oder das Hrka-Wei] 1882, Pribislav i Božana [Pribislav und Božana] 1894).
Literatur
- S. Premrl in Slovenski Biografski Leksikon 1 (1925–32)
- D. Cvetko, D. J. 1980
- Enc. Slov. 4 (1990)
- D. Cvetko, Musikgesch. der Südslawen 1975
- R. Pejović, Serbian Musical Live in the Romantic Period 1991
Autor
- Tomaž Faganel
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Tomaž Faganel, Art. „Jenko, Davorin“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d313 (abgerufen am )
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