Jenko, Davorin

* 10.11.1835 Hofern bei Zirklach/Krain (Dvorje pri Cerklje na Gorenjskem/SLO), † 25.11.1914 Laibach (Ljubljana)

Komponist

Musikstudium in Laibach, Triest und Jus in Wien, 1859 wurde er dort Leiter des Slowenischen Gesangsvereines. 1863 ging er nach Pancsova (Pančevo/SRB) und war zwei Jahre Leiter des Serbischen Kirchengesangsvereines. Weiters wirkte er in Belgrad und war 1871–1902 Dirigent im dortigen Volkstheater. Er schrieb vorerst Chöre, auch Lieder im romantischen Stil, die er in slowenischen Liederbüchern und Musikzeitschriften veröffentlichte. J. ist Autor der damaligen slowenischen und späteren jugoslawischen Hymne und später auch einer geschickt instrumentierten Orchesterouvertüre. J.s Werke sind programmatisch angelegt. Er schrieb auch Musik für das Theater. Er gehört zu den Begründern der slowenischen romantischen Musik sowie der serbischen Kunst- und v. a. Opernmusik.

Werke

Chöre, Lieder, Ouvertüre (Kosovo 1872), Musik für das Theater (Vračara ili Baba Hrka [Die Wahrsagerin oder das Hrka-Wei] 1882, Pribislav i Božana [Pribislav und Božana] 1894).

Literatur

Autor

  • Tomaž Faganel

Letzte inhaltliche Änderung

25.4.2003

Empfohlene Zitierweise

Tomaž Faganel, Art. „Jenko, Davorin“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d313 (abgerufen am )

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