Ausgebildet bei Irene Steiner, danach an der Ballettschule der Wiener Staatsoper bei Mattlyn Gavers und E. Brexner, wurde J. (seit 1969 Mitglied des Wiener Staatsopernballetts, 1990–98 1. Solotänzerin) ihrer unverwechselbaren Persönlichkeit wegen nicht nur mit wichtigen Solopartien betraut (etwa im Balanchine- und van-Manen-Repertoire), sondern vermochte es, bedeutende Choreographen der Zeit zu eigenen Schöpfungen anzuregen. Rollen kreierte sie unter anderem in Ruth Berghaus’ Orpheus, Erich Walters Rondo, Manfred Aichingers Die Hände der Töpferin, Die Zeit, die ist..., Jochen Ulrichs Tantz-Schul und R. Zanellas Movements. Als Gastsolistin tanzte J. u. a. in Ulrichs Kreation Lulu (Köln/D). Wesentlich für J. wurden Rekonstruktionen von Werken des Ausdruckstanzes, u. a. Der Tod und das Mädchen von G. Wiesenthal, Jeanne d’Arc von R. Chladek sowie Nixe und Squinx von G. Bodenwieser. 1998–2000 war J. Leiterin des Tanztheaters des Tiroler Landestheaters. Danach Rückkehr nach Wien. In Doris Ulrichs Come Back trat sie 2012/13 in Wien, Graz (steirischer herbst) und im Ausland auf. Zuletzt (2014) tanzte sie an der Grazer Oper in Darrel Toulons Tanzstück Die Liebe einer Königin.
Werke
Choreographien (darunter Alma – Die Suche nach dem Ich [Innsbruck 1999, M: Collage]).
Literatur
- pers. Mitt.
- www.tanz.at (3/2024)
- www.tanzschrift.at (3/2024)
- www.mousonturm.de (3/2024)
Autorinnen
- Gunhild Oberzaucher-Schüller
- Monika Kornberger
Letzte inhaltliche Änderung
15.3.2024Empfohlene Zitierweise
Monika Kornberger, Gunhild Oberzaucher-Schüller, Art. „Jaska, Marialuise“ (15.3.2024), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d2fa (abgerufen am )
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