J. studierte 1885–91 Oboe am Konservatorium in Prag. Er wirkte danach als Solo-Oboist am Nationaltheater in Prag, bevor er 1901 von G. Mahler für das Orchester der Wiener Hofoper engagiert wurde. Dabei zog man ihn für die Solistenstelle A. Wunderer vor. Im gleichen Jahr wurde er außerdem Mitglied der Wiener Philharmoniker, obwohl er zunächst aufgrund seiner angeblichen Starallüren abgelehnt wurde. Daneben spielte J. häufig Konzerte gemeinsam mit der Bläserkammermusikvereinigung der Hofoper, u. a. im Musikverein und im Ehrbar-Saal. 1907 spielte er Englischhorn bei der UA von A. Schönbergs Kammersinfonie op. 9, außerdem war er 1902 und 1904 Orchestermitglied bei den Bayreuther Festspielen. Ab 1906 (vermutlich bis zu seiner Pensionierung 1930) war er außerdem Mitglied der Wiener Hofmusikkapelle.
Ehrungen
- Prof.-Titel 1926
- Jubiläumsring der Wr. Philharmoniker 1928
Literatur
- Ch. Merlin, Die Wr. Philharmoniker 2 (2017)
- J. Branberger, Das Konservatorium f. Musik in Prag 1911
- Th. Antonicek in StMw 29 (1978)
- K. Schenk, Die Wr. HMK in der 1. H. des 20. Jh.s 2001
- Neues Wr. Tagbl. 5.12.1903, 11
- NFP 1.11.1904, 10
- 1.2.1907, 12
- Neues Wr. Journal 22.10.1905, 13
- Das Vaterland 13.1.1910, 7
- Grazer Volksbl. 6.8.1910, 9
- Arbeiter Ztg. 13.2.1926, 8
- Die Stunde 23.3.1926, 12
- Illustrierte Kronen Ztg. 20.12.1928, 10
- Taufbuch 1868–79 der Pfarre Brandeis, fol. 112
- eigene Recherchen (www.anno.onb.ac.at)
Abbildungen
Autorin
- Meike Wilfing-Albrecht
Letzte inhaltliche Änderung
25.8.2022Empfohlene Zitierweise
Meike Wilfing-Albrecht, Art. „Jandourek (Jandaurek, Jandowrek), Anton Peter (Antonín Petr)“ (25.8.2022), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003da52e (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

