Jalowetz, Heinrich

* 3.12.1882 Brünn/Mähren (Brno/CZ), † 2.2.1946Black Mountain, North Carolina/USA

Dirigent und Komponist

Studierte Musikwissenschaft bei G. Adler in Wien (1908 Dr.), war 1904–08 Schüler A. Schönbergs sowie A. v. Zemlinskys, zunächst als Komponist, dann überwiegend als Dirigent tätig: u. a. 1908 in Regensburg/D, 1909/10 in Danzig (Gdańsk/PL), 1912–16 in Stettin (Szczecin/PL), 1916–23 am Deutschen Landestheater in Prag (1922/23 auch Vorstandsmitglied im Prager Verein für musikalische Privataufführungen), 1924 an der Volksoper Wien, 1925–33 an der Kölner Oper, 1933–36 in Reichenberg. J. dirigierte viele Werke der Wiener Schule. 1938 emigrierte er über Prag in die USA (Exil) und war 1939–46 Prof. am Black Mountain College, „einer der Schnittstellen zwischen Wiener Schule und experimenteller Musik“, zu der auch E. Steuermann und E. Krenek Kontakt hatten. J. war verheiratet mit der Gesangspädagogin Johanna J., die 1939–53 in Black Mountain unterrichtete. J.s Nachlass befindet sich in der Paul Sacher-Stiftung in Basel/CH.

Werke

Bühnenmusik (Traumstück, Traumtheater [T: K. Kraus]); Gesänge (alle in Ms., CH-Bps); Bearb.: Schönbergs Pelleas und Melisande op. 5 für Kl. zu vier Händen 1924; Kl.A. von Zemlinskys Oper Der Zwerg 1921.

Schriften

Literatur

Autor

  • Uwe Harten

Letzte inhaltliche Änderung

25.4.2003

Empfohlene Zitierweise

Uwe Harten, Art. „Jalowetz, Heinrich“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d2de (abgerufen am )

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