Zunächst Ausbildung in einer Gesangschule, 1877 bei Adele Passy-Cornet (Cornet). 1883 in Graz engagiert, 1884 in Nürnberg, seit 1885 am Opernhaus in Frankfurt am Main. Gastspiele an der Wiener Hofoper. Wechselte von der Soubrette in das jugendlich-dramatische Fach, von H. v. Bülow künstlerisch gefördert, wurde sie zu einer vorzüglichen Wagner-Sängerin. Beherrschte fast alle dramatischen Opernpartien und sang auch in Operetten. Ihre Tochter Fritzi Scheff (* 30.8.1879 Wien, † 8.4.1954 New York/USA) wurde ebenfalls Sängerin (Sopran, Soubrette); 1897 debütierte sie am Hoftheater in München und ging nach Amerika, wo sie ab 1904 zu den gefeiertsten Operettenkünstlerinnen zählte.
Ehrungen
- Ehrenmitglied des Opernhauses in Frankfurt am Main
Literatur
- ÖBL 3 (1965)
- Ulrich 1997
- Eisenberg 1903
- K-R 1997 (Jäger, Scheff)
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Jäger (verh. Scheff), Anna“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d2c9 (abgerufen am )
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