Illing, Vilma (Wilhelmine Sabina Theresia)

* 25.6.1871 Villach/K, † 21.1.1903 Berlin (begr. Breslau/Schlesien [Wrocław/PL])

Schauspielerin

Die Tochter des Apothekers Franz Xaver I. und seiner Ehefrau Wilhelmine, geb. Lampersberger, begann mit 12 Jahren eine Klavierausbildung am Konservatorium der GdM (Klavier Vorbildung 1883–88 bei Josef Weidner), schlug aber schließlich ohne entsprechende Vorbildung eine Laufbahn als Schauspielerin ein und arbeitete sich von Statisten- und Chorrollen zu größeren Partien hoch. Ab 1891 trat sie v.a. in kleineren Häusern auf (Baden bei Wien, Abbazia [Opatija/HR], Marburg, Bielitz [Bielsko-Biała/PL], Reichenberg und Mainz/D). Besonderen Ruhm erwarb sie sich als Charakterdarstellerin von Rollen in Ibsen- oder Hauptmann-Stücken. Nach einer Zeit am Deutschen Volkstheater in Prag, wo sie auch eine Bekanntschaft mit R. M. Rilke pflegte, gelang ihr 1896 in Breslau der Durchbruch mit der Rolle der Valentine in Édouard Paillerons Komödianten. 1900 gastierte I. am Wiener k. u. k. Hof-Burgtheater. 1902 wurde sie an das Lessing-Theater in Berlin engagiert. Krankheitshalber konnte sie dieses Engagement kaum mehr erfüllen. Das Frankfurter Theater wollte I. noch für 12.000 Mark vom Lessing-Theater ablösen, doch während der Vertragsverhandlungen starb sie 31-jährig.

Literatur

Autorinnen

  • Francesca-Maria Raffler
  • Elisabeth Th. Hilscher

Letzte inhaltliche Änderung

29.6.2021

Empfohlene Zitierweise

Elisabeth Th. Hilscher, Francesca-Maria Raffler, Art. „Illing, Vilma (Wilhelmine Sabina Theresia)“ (29.6.2021), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d288 (abgerufen am )

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