Holzer, Michael

* 28.3.1772 Lichtental (Wien IX), † 23.4.1826 Lichtental

Kirchenmusiker und Komponist

Sohn eines Strumpfwirkers bzw. Uhrmachers, erhielt nach seiner Schulzeit musikalischen Unterricht von J. G. Albrechtsberger und absolvierte auch eine Lehrerausbildung (wenngleich er anscheinend nie als solcher gewirkt hat). Am 13.1.1794 ehelichte er in Lichtental Anna Maria Martinides (get. 3.2.1774 Lichtental, † 8.12.1848 Alservorstadt [Wien IX]), noch im selben Jahr folgte er seinem Schwiegervater K. Martinides als Regens chori an der Lichtentaler Pfarrkirche nach und war vermutlich für die bedeutende Erweiterung des Musikarchivs der Pfarrkirche verantwortlich. H. war einer der ersten Musiklehrer der Brüder Fr. Schuberts. Ferd. Schubert wirkte unter ihm als Organist in Lichtental, Fr. Schubert schrieb mehrere Kompositionen für ihn und widmete ihm die Messe in C (D 452) und das Tantum ergo in C (D 460)

Werke

Missa brevis, Phantasie f. Kl., Sonate f. Kl., V. u. Vc.

Literatur

Autor

  • Christian Fastl

Letzte inhaltliche Änderung

21.5.2008

Empfohlene Zitierweise

Christian Fastl, Art. „Holzer, Michael“ (21.5.2008), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d1fa (abgerufen am )

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