Holzer, Josef

* 20.9.1881 Budapest, † 13.6.1946 Hilversum/NL

Kapellmeister und Komponist

1897–1905 Studium am Konservatorium der GdM (drei Jahre Klavier-Vorbildung bei Wilhelm Rauch, bis 1901 Klavier-Ausbildung bei W. Schenner, kurzzeitig nach Beurlaubung von September bis Mitte November 1904 bei Hermann Marx, daneben ab 1900 zunächst Fagott-Vorbildung, 1902–05 Fagott-Ausbildung bei Johann Böhm). Danach zunächst Fagottist und Korrepetitor im Wiener Carltheater, wenig später Kapellmeister bis zu dessen Schließung Ende Mai 1929. Daneben als Arrangeur für verschiedene Wiener Verlage tätig. Danach Lehrtätigkeit am Neuen Wiener Konservatorium. Mit seinem eigenen Orchester (Kapelle bzw. Orchester J. H.), das sich v. a. aus Mitgliedern des geschlossenen Carltheaters und der Volksoper Wien zusammensetzte, jahrelang Auftritte bei Radio Wien im Unterhaltungsmusiksektor, v. a. als Interpret von Operetten und Wiener Musik. Im März 1938 musste H. aufgrund seiner jüdischen Abstammung (aus dem Judentum war er bereits 1898 ausgetreten) die RAVAG verlassen, sein Nachfolger wurde M. Schönherr. H. emigrierte daraufhin in die Niederlande (Exil), wo er ebenfalls im Rundfunk tätig wurde.

Werke

Märchenspiel Was Hansel und Liesel im Zauberwald erlebten 1920; Arrangements.

Literatur

Abbildungen

Autorin

  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

18.12.2019

Empfohlene Zitierweise

Monika Kornberger, Art. „Holzer, Josef“ (18.12.2019), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d1f9 (abgerufen am )

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