Holm, Grete (eig. Hirsch, Margarete, verh. Schweinburg)

* 21.3.1884 Prag, † nach 5.3.1941 Polen

Sängerin (Sopran)

Ausbildung in Brünn, dann bei R. Papier-Paumgartner in Wien. 1904 Debüt am Deutschen Theater Brünn, wo sie bis 1907 engagiert war. Hier lernte sie R. Stolz kennen, der sie weiter ausbildete und 1904 heiratete. Mit ihm ging sie zurück nach Wien, wo sie sich auf Operettenrollen spezialisierte und zu einer der großen Operettendiven an verschiedenen Wiener Theatern (1908/09 Raimundtheater, 1909–11 Theater an der Wien, 1912/13 Johann Strauß-Theater, 1916–20 Bürgertheater) wurde. Sie wirkte in zahlreichen UA.en mit (u. a. 1909 Herbstmanöver von E. Kálmán, 1910 Zigeunerliebe von F. Lehár). Zahlreiche Gastspiele, auch als Opernsängerin. Bis Beginn der 1930er Jahre tätig. Ihre Ehe mit R. Stolz wurde 1912 geschieden, 1922 heiratete sie Alois Schweinburg. Zahlreiche Schallplattenaufnahmen, u. a. auch mit R. Stolz am Klavier. Am 5. März 1941 wurde H. nach Modliborzyce/PL in ein jüdisches Ghetto deportiert. Nach dessen Auflösung im Herbst 1942 wurden die Insassen in die Vernichtungslager Bełżec/PL bzw. Majdanek/PL überstellt. Ob H. darunter war, ist unbekannt. Am 8. Mai 1945 wurde sie für tot erklärt.

Literatur

Abbildungen

Autorinnen

  • Andrea Harrandt
  • Monika Kornberger

Letzte inhaltliche Änderung

18.6.2011

Empfohlene Zitierweise

Andrea Harrandt, Monika Kornberger, Art. „Holm, Grete (eig. Hirsch, Margarete, verh. Schweinburg)“ (18.6.2011), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d1b0 (abgerufen am )

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