Studium am Konservatorium der GdM (bei R. Fuchs, R. Heuberger, E. v. Mandyczewski, J. Hofmann) und an der Univ. Wien. 1906/07 Dirigierassistent in München, dann als Komponist und Musikschriftsteller in Wien wirkend, 1908–14 Theaterkapellmeister in Mannheim/D, Meran, Troppau, Gmunden und Linz; 1919–34 war H. als Theorie- und Kompositionslehrer in verschiedenen deutschen Städten tätig, ab 1926 in Berlin: 1927 ao. Prof., 1934 Prof., zunächst am Sternschen Konservatorium, dann an der Akad. für Schul- und Kirchenmusik. H. emigrierte 1935 nach Wien, 1939 in die USA (Exil) . Dort unterrichtete er u. a. auch als Prof. für Gesangskultur in zahlreichen Schulen, Colleges und Instituten, zuletzt (1946–51) als Prof. für Musiktheorie, Komposition und Orchestrierung am Detroit Institute of Musical Art. Bedeutung kommt auch H.s Publikation bis dahin unbekannter Briefe von J. Brahms, Rich. Wagner, H. Wolf, G. Mahler, C. A. P. Cornelius u. a. zu.
Werke
Messe; 2 Opern (Francesca da Rimini, Die Bäuerin); Orchesterstücke; Kammermusik; ca. 75 Chorwerke; Lieder.
Schriften
- Johannes Brahms 1934
- Aufsätze (u. a. über Brahms)
- Systematische Modulationslehre 1935
- 1923–33 Hg. der Zs. Das Orchester
- Bearbeitung theoretischer Lehrbücher von Stefan Krehl
Literatur
- NGroveD 11 (2001)
- Orpheus im Exil 1995
- MGG 6 (1957)
- P. Nettl in Music News (Juni 1946)
- F-A 1936 u. 1 (1974)
Autor
- Uwe Harten
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Uwe Harten, Art. „Hernried, Robert Franz Richard“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d136 (abgerufen am )
Dieser Text wird unter der Lizenz CC BY-NC-SA 4.0 zur Verfügung gestellt. Das Bild-, Film- und Tonmaterial unterliegt abweichenden Bestimmungen; Angaben zu den Urheberrechten finden sich direkt bei den jeweiligen Medien.

