Erhielt früh Klavier- und Orgelunterricht und absolvierte die Lehrerbildungsanstalt in seiner Heimatstadt. Nach Violin- und Kontrabassstudien kam H. 1906 nach Wien, wo er die Staatsprüfung für Klavier und Harmonielehre (1906) sowie jene für Gesang und Orgel (1909) ablegte. Ab 1909 Klavierbegleiter des Wiener Schubertbundes (bis 1944), kehrte der 1915 eingerückte H. erst 1920 aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Anschließend wirkte er er als Musiklehrer, Klavierbegleiter und Chormeister (u. a. 1935–40 beim MGV Perchtoldsdorf ). 1928 traf er mit R. Strauss zusammen, gemeinsam mit dem Schubertbund spielte er 1935 unter der Leitung seines Freundes V. Keldorfer vor Papst Pius XI. in Rom. Weitere Konzertreisen führten ihn u. a. nach Berlin, Leipzig/D und Zürich/CH. 1948 gründete er die Gesellschaft der Musikfreunde in Perchtoldsdorf, die er bis 1953 dirigierte.
Ehrungen
- Ehrenchormeister der Ges. der Musikfreunde in Perchtoldsdorf
- Ehrenmitglied des Wr. Schubertbundes 1951
- Silberner Ehrenring des Wr. Schubertbundes 1968 (nicht mehr verliehen)
Werke
Chöre, Kirchenmusik, Bearbeitungen.
Literatur
- Perchtoldsdorfer KulturnachrichtenNr. 68, 1.2.1968
- Fs. 1948–1998. 50 Jahre Ges. der Musikfreunde in Perchtoldsdorf,hg. v. der Ges. 1998
- Ch. Fastl, „Waldigen Hang, grünendes Tal durchtön’ dt. Sang mit mächtigem Schall!“ , Diss. Wien 2003
- J. Wenk, Das Chorwesen in Perchtoldsdorf, Dipl.arb. Wien 1999
Autor
- Christian Fastl
Letzte inhaltliche Änderung
10.11.2006Empfohlene Zitierweise
Christian Fastl, Art. „Hellmann, Otto“ (10.11.2006), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0013722f (abgerufen am )
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