Heerden studierte in Köln/D Blockflöte bei Günther Höller und Barockoboe bei Helmut Hucke sowie Blockflöte bei Walter van Hauwe in Amsterdam. 1993–2003 hatte sie eine Professur für Blockflöte an der Universität Mozarteum in Salzburg, 2004–08 an der Musikhochschule Köln. 1993–2023 unterrichtete sie Barockoboe und Blockflöte an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz und leitete das dortige Institut für Alte Musik und Historische Aufführungspraxis knapp zehn Jahre lang. Sie ist Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben und Dozentin bei Meisterkursen für Alte Musik. Heerden ist Mitglied des Blockflötenconsorts Element of Prime, musizierte u. a. mit Das Kleine Konzert, Cantus Cölln und Akademie für Alte Musik Berlin und arbeitete mit Dirigenten wie Ton Koopman, Alan Curtis, Konrad Junghänel und Hermann Max. Gemeinsam mit M. Gaigg gründete sie 1996 das L’Orfeo Barockorchester, mit dem sie auch als Solistin in Europa und Südafrika konzertiert. Aus den Reihen des Orchesters formierte sich unter ihrer Leitung 2009 das L’Orfeo Bläserensemble. Heerden ist die künstlerische Leiterin der Konzertreihe Alte Musik – neu gelesen in Linz und übersetzte Bruce Haynes’ Buch The Eloquent Oboe (2001) ins Deutsche.
Ehrungen
- u. a. Preisträgerin beim ARD-Wettbewerb 1988
- mehrere Auszeichnungen mit dem L’Orfeo Barockorchester, u. a. von Diapason, Le Monde de la Musique, BBC Music Magazine, Gramophone, Forbes, Fono Forum, Pizzicato und Ö1 sowie ein ECHO- und OPUS KLASSIK-Preis
Werke
Alben: zahlreiche Aufnahmen mit L’Orfeo Barockorchester und L’Orfeo Bläserensemble (Werke von Georg Philipp Telemann, Josef Mysliveček und Antoine Dornel), mit Element of Prime: Most eloquent Music 2025.
Schriften
- Bruce Haynes, Die gleichsam redende Hoboe. Eine Geschichte der Hoboe von 1640 bis 1760, Oxford 2001, übers. von Carin van Heerden, Weikersheim 2018
Literatur
- „Carin van Heerden“, in: L’Orfeo Barockorchester, https://www.lorfeo.com/carin-van-heerden/ (24.6.2026)
- Mitt. C. v. H. (6.7.2026)
Abbildungen
Autorin
- Eva Maria Hois
Letzte inhaltliche Änderung
14.10.2026Empfohlene Zitierweise
Eva Maria Hois, Art. „Heerden, Carin van“ (14.10.2026), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )
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