Johann Sebastian: * um 1649 (Ort?), † 4.7.1727 Riedau/OÖ. Schulmeister, Organist. Sohn des Schusters Simon und der Rosina H. Über H.s Ausbildung ist nichts bekannt. Vielleicht war er schon in Riedau als Gehilfe tätig. Bei seiner 1672 erfolgten Hochzeit mit einer nicht näher bezeichneten Franziska wird er bereits als Organist und Mesner genannt. Ab 1678 scheint er als Organist und Schulmeister auf. Seit mindestens 1717 dürfte er von seinem Sohn Wolfgang Simon vertreten worden sein, der ihm nach seinem Tod im Amt folgte.
Literatur
- A. Haberl, Die Altpfarre Traiskirchen mit ihren einstigen Filialkirchen Utzenaich, Riedau, Dorf und Andrichsfurt 1902, 262
- Taufbuch der Pfarre Riedau, Tom. I, 59
- Trauungsbuch der Pfarre Riedau Tom I, 230
- Sterbebuch der Pfarre Riedau Tom. II, 376
Sein Sohn
Wolfgang Simon: * 9.8.1684 Riedau, † 10.5.1766 Riedau. Schulmeister, Organist. Sowohl die erste Ausbildung als auch die erste Anstellung dürfte H. unter seinem Vater in Riedau gehabt haben. Am 27.12.1712 ehelichte H. eine Anna Maria. Bereits 1717 ist H. als Schulmeister von Riedau genannt. Er dürfte diesen Posten damals aber noch mit seinem Vater geteilt haben, ehe er ihn nach dessen Tod allein weiterführte. Als Schulmeister von Riedau war H. bis zu seinem Tod tätig. 1725 scheint er darüber hinaus als Hofschreiber des Ortes auf.
Literatur
Dessen Sohn
Gotthard OSB (Franz Joseph): * 16.8.1725 Riedau, † 20.9.1792 Kremsmünster/OÖ. Konventuale, Musiker. Nach der ersten Ausbildung in Riedau besuchte der junge H. das Jesuitenkolleg in Passau und anschließend das Gymnasium in Kremsmünster. Dort legte er am 8.6.1747 die Profess ab und begann mit dem Studium der Theologie in Salzburg, wo er Musikunterricht bei J. E. Eberlin hatte. Am 25.11.1751 feierte H. Primiz, danach war er bis 1788 als Pfarrer in unterschiedlichen Pfarren des Stiftes tätig. Als er 1784 Pfarrer in Adlwang/OÖ wurde, erklang dort ihm zu Ehren die anonym überlieferte Kantate Hochwürdiger Herr Pfarrer (A-KR G 9/26). H. ist als Schreiber eines Musikalienbestandes nachweisbar, zu dem auch ein Singspiel und ein Oratorium Eberlins gehören (A-KR L 93, L 120). Darüber hinaus besaß er ein Pianoforte, welches er sich in seine Pfarren mitnahm.
Literatur
- Kellner 1956, 378
- Kellner, Profeßbuch, 315
- A. Lindner, Musikpflege in den oberösterreichischen Stiften 2008, 393
- Taufbuch der Pfarre Riedau Tom. I, 111
- Trauungsbuch der Pfarre Riedau Tom. I, 260
- Sterbebuch der Pfarre Riedau Tom. II, 406
Ein möglicher Verwandter ist
Tobias: * ?, † ca. 1810 Gaspoltshofen?/OÖ. Schullehrer, Organist, Komponist. Über Herkunft, Ausbildung und etwaige erste Anstellungen H.s ist nichts bekannt. Er war von mindestens 1793 – hier scheint er als Taufpate von Ignaz Beer auf – bis 1810 (vermuteter Tod) Schulmeister in Gaspoltshofen. In einem Liederheft (A-LIm, ohne Signatur) findet sich das nur textlich erhaltene Totenlied Secht, wie bald, das H. zum Autor haben dürfte.
Literatur
- Chr. Neuhuber in Streifzüge 2 (2011), 111
Autor
- Klaus Petermayr
Letzte inhaltliche Änderung
14.7.2025Empfohlene Zitierweise
Klaus Petermayr, Art. „Heberlein, Familie“ (14.7.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits (abgerufen am )
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