Zeigte schon früh musikalisches Talent (besonders für Orgelspiel). Wurde Lehrer in seinem Geburtsort, wo er auch Musik unterrichtete. 1826 ging er nach Wien und wirkte hier als Organist im Theresianum, an der Paulanerkirche (Wien IV) und bis 1860 auch als Regens chori an der zu St. Augustin gehörenden Pfarre St. Sebastian und Rochus auf der Landstraße (heute Wien III). Nach Kompositionsstudien bei I. v. Seyfried und Generalbass bei K. G. Salzmann am Konservatorium der GdM komponierte er kirchenmusikalische Werke, die meist nur im Manuskript erhalten sind. 1833 (nicht 1838) gründete er eine eigene MSch. (1845: 20 Schüler, 1847: 31 Schüler, 1860: 25 Schüler), 1851–60 unterrichtete er am Akademischen Gesangsinstitut. H. wurde von der zeitgenössischen Kritik zu den besten Vertretern der Kirchenmusik gezählt.
Werke
gedruckte Werke: Te Deum op. 3; Ave Maria op. 20 (s. Abb.); Gesangsschule; Gesangsduette; Klaviersonate; Stücke für V.; ungedruckte Werke: 3 Messen, 2 Graduale, 6 Offertorien, 2 Requiem, Präludien und Fugen für Orgel.
Literatur
- ÖBL 2 (1959)
- Erhart 1998
- Czeike 3 (1994)
- Wurzbach 8 (1862)
- C. F. Pohl, Die Gesellschaft der Musikfreunde des österreichischen Kaiserstaates und ihr Conservatorium 1871
- Wr. Ztg. 2.11.1833, Amtsbl., 450
- eigene Recherchen (Lehrer-Schematismen)
Abbildungen
Autorin
- Andrea Harrandt
Letzte inhaltliche Änderung
24.8.2018Empfohlene Zitierweise
Andrea Harrandt, Art. „Hauptmann, Lorenz“ (24.8.2018), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d0ba (abgerufen am )
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