Ab 1556 Sängerknabe am Salzburger Dom, 1564 noch als Choralist nachweisbar; konvertierte vor 1589 zum Luthertum und bewarb sich erfolglos um eine Stelle an den evangelischen Schulen in Linz und Graz; widmete der Bergherrenfamilie Weitmoser, der steiermärkischen Landschaft und dem Abt von St. Peter/Sb mehrere Werke; 1590 in der Innsbrucker Hofkapelle angestellt; auch Organist in (Bad) Gastein/Sb; zuletzt 1597 als Schulmeister und Organist in Goldegg/Sb bezeugt. Möglicherweise ist der 1599 als Sängerknabe am Salzburger Dom erwähnte Simon H. ein Sohn Sebastians.
Werke
Orgelintavolierungen; Psalmen, Hymnen, Evangelium u. Pfingstsequenz in Sacrae cantiones quinque, sex, octo et plurium vocum, tum viva voce, tum omnis generis instrumentis cantatu commodissime 1588.
Literatur
- MGG 5 (1956)
- NGroveD 11 (2001)
- StMl 1962–66
- Senn 1954
- MGÖ 1 (1995)
- H. Spies in Mitt. d. Ges. für Sbg. LK (1931) u. 72 (1932)
- H. Federhofer in Jb. der Ges. für die Gesch. des Protestantismus in Österr. 68/69 (1953)
- H. J. Moser, Die Musik im frühevangelischen Österreich 1954
Autorin
- Barbara Boisits
Letzte inhaltliche Änderung
25.4.2003Empfohlene Zitierweise
Barbara Boisits, Art. „Hasenknopf, Sebastian“ (25.4.2003), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d09e (abgerufen am )
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