Ab 1972 Studium an der TU Wien (Industrielle Elektronik und Regelungstechnik); nach Abbruch 1975 Lehrgang an der Wiener MHsch. (Elektroakustische Musik und Tontechnik); 1976 Beginn des Tontechnikstudiums an der MHsch.Wien; privat Klavierunterricht und Gitarre im Selbststudium. Erste Schallplattenveröffentlichung auf einem ORF-Sampler; 1977 arbeitete H. an den Filmmusikkollagen zu Valie Exports Unsichtbare Gegner. 1978–87 Anstellung am Institut für Elektroakustik der MHSch. Wien; 1978–88 Mitglied der Tanzband Les Savoys (u. a. Platz 4 der Ö3-Hitparade 1981 mit dem Titel Mediterranean Sunset). 1981 Eröffnung des eigenen Tonstudios; 1983 Lehrauftrag für Live-Elektronik an der MHsch. Wien. Mitte der 1980er Jahre Gründung des Plattenlabels Cactus Records sowie eines Musikverlages; erster TV-Auftritt unter dem Pseudonym Jonny Blue. 1988 gründete H. die Gruppe Kids Can’t Wait (zahlreiche Auftritte in Österreich und Europa), es folgten weitere Bandprojekte in verschiedenen Stilrichtungen. 1989 Beginn der Zusammenarbeit mit dem Manager und Produzenten Chris White. Daneben entwickelte und baute H. diverse elektroakustische Geräte, Musikinstrumente (u. a. 5-saitiges Banjo) und beschäftigte sich mit der Klangsynthese. Als Lehrer leitete er zahlreiche Seminare für Tontechnik und Grafik-Software. H., der seit seinem 17. Lebensjahr komponiert, kann auf bisher mehr als 200 Werke, die hauptsächlich der U-Musik (Pop, aber auch experimentelle Werke, Gebrauchsmusik, Jingles) zuzuordnen sind, sowie mehrere CDs verweisen.
Ehrungen
- 3. Platz bei der Deutschen Schlagertrophäe 1996
Werke
Mediterranean Sunset, Murmure eternel, Manana, Engel auf Erden, Wahnsinn, Troubleshooter, Pudelwohl, Rockin Honda; TV-Jingles u. a. zu Betthupferl, Bastelstunde.
Literatur
- Lang 1986 u. 1996
- http://www.blueidea.at (12/2011)
Autor:innen
- Georg Demcisin
- Elisabeth Th. Hilscher
Letzte inhaltliche Änderung
9.5.2012Empfohlene Zitierweise
Georg Demcisin, Elisabeth Th. Hilscher, Art. „Hartel, Hans (Pseud. Jonny Blue)“ (9.5.2012), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001d08e (abgerufen am )
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