Günther, Mizzi (Mitzi, eig. Maria Anna Augustina)

* 21.3.1879 Warnsdorf/Böhmen (Varnsdorf/CZ), † 18.3.1961 Wien

Sängerin (Sopran)

Nach dem Debüt in Hermannstadt (Sibiu/RO) 1897 und Engagement in Teplitz-Schönau 1899/1900 sang sie 1900/01 am Operettentheater Venedig in Wien, 1901/02 am Carltheater, wo sie ebenso wie am Theater an der Wien und an der Volksoper Wien zur großen Operettendiva wurde. Wirkte in zahlreichen UA.en mit (1901 Die drei Wünsche von C. M. Ziehrer, zahlreiche Werke von F. Lehár, 1907 Die Dollarprinzessin von L. Fall, 1915 Die Csardasfürstin von E. Kálmán). Den größten Erfolg feierte sie 1905 als Hanna Glawari in der UA von Lehárs Lustiger Witwe. 1938–48 gastierte sie am Raimundtheater, 1950/51 spielte sie an der Wiener Staatsoper die Zenobia in C. Millöckers Gasparone. Machte später auch noch eine Karriere als Schauspielerin. Zuletzt mit dem Schauspieler Fred Hennings (eig. Franz von Papen-Pawlowski, 1895–1981) verheiratet.

Gedenkstätten

  • ehrenhalber gewidmetes Grab am Wr. Zentralfriedhof

Ehrungen

  • Ehrenring der Stadt Wien 1951
  • Ehrenpräsidentin der Wiener Lehár-Gesellschaft
  • Widmungsträgerin von H. Reinhardts Das Lied vom süßen Mädel (s. Abb.)

Werke

Zahlreiche Schallplattenaufnahmen, u. a. von 1906 mit L. Treumann.

Literatur

  • K-R 1997 u. 2000
  • LdM 2000
  • NGroveDO 2 (1992)
  • ÖL 1995
  • Personenlex. Öst. 2001
  • Czeike 2 (1993)
  • Ackerl/Weissensteiner 1992
  • https://archiv.wiener-staatsoper.at (7/2025)
  • Taufbuch der Pfarre Warnsdorf 1879, fol. 424

Abbildungen

Autorin

  • Andrea Harrandt

Letzte inhaltliche Änderung

29.7.2025

Empfohlene Zitierweise

Andrea Harrandt, Art. „Günther, Mizzi (Mitzi, eig. Maria Anna Augustina)“ (29.7.2025), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x0001cfe8 (abgerufen am )

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