Gollob, Johann

* 28.8.1850 Soboth/St, † 24.3.1923 Graz

Pädagoge, Volkslied- und Sagensammler

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Marburg und Cilli (Celje/SLO) studierte er Geographie und Geschichte in Graz. Als Lehrer war er ab 1881 in Laibach, Brünn, Reichenberg, Bielitz (Bielsko-Biała/PL), Knittelfeld und Graz tätig. Angeregt von seinem Lehrer an der Univ. Graz, dem Germanisten Anton Schönbach (1848–1911), begann G. 1877 mit ersten Volksliedsammlungen in Soboth, es folgten Niederschriften in St. Oswald/St, Judenburg, in der Gegend um Knittelfeld sowie in und um Graz. In späteren Jahren war er zunehmend an Sagen und Märchen interessiert. Aufgrund geringer musikalischer Fähigkeiten verwendete G., was damals noch nicht allgemein üblich war, zur Aufzeichnung oft den Excelsior-Phonographen des Arbeitsausschusses für das deutsche Volkslied in Steiermark (heute Steirisches Volksliedwerk) und ließ die Aufnahmen vom Knittelfelder Musikdirektor R. v. Weis-Ostborn sowie von V. Zack in Notenschrift übertragen. Er übergab dem Arbeitsausschuss über 5.000 Aufzeichnungen, darunter mehr als je 2.000 Liedertexte und Gstanzln sowie über 200 Wachswalzen, die im Steirischen Volksliedarchiv aufbewahrt werden (HS 41, 177, 178, 394–408, 415–443).

Schriften

Literatur

Autorin

  • Eva Maria Hois

Letzte inhaltliche Änderung

2.4.2026

Empfohlene Zitierweise

Eva Maria Hois, Art. „Gollob, Johann“ (2.4.2026), in: Österreichisches Musiklexikon, begr. von Rudolf Flotzinger, hrsg. von Barbara Boisits, https://dx.doi.org/10.1553/0x003b0a94 (abgerufen am )

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